Piet Hellemans

Faktencheck durch

Piet Hellemans, DVM
Tierarzt & Tierärztlicher Berater

Kurz zusammengefasst:

Schuppen bei Hunden sind genauso lästig wie Schuppen bei Menschen. Die Ursachen sind zwar unterschiedlich, aber die häusliche Pflege und zusätzliche Besuche beim Tierarzt können viel dazu beitragen, dass die Haut Ihres Hundes nicht schuppt. Regelmäßige Pflegebäder und Nahrungsergänzungsmittel mit Fettsäuren sind Tipps, die die Hautgesundheit erheblich verbessern und die Schuppenbildung in Schach halten.

Schuppen bei Hunden

Wenn du ungewöhnliche trockene, weiße, schuppige Haut auf dem Fell Ihres Lieblings bemerkt hast und dieser Zustand eine Zeit lang anhält, könnte dein Hund tatsächlich Schuppen haben.

Wenn die schuppige Haut nicht hartnäckig ist, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn du diese weißen Flocken jedoch auf dem Bett deines Hundes oder im Haus zu bemerkst, ist es vielleicht an der Zeit, dass du einen Tierarzt aufsuchst.

Fakten über Schuppen beim Hund

Allein die Tatsache, dass Hundeschuppen nicht vielen Menschen bekannt sind, macht die Behandlung dieses Problems noch schwieriger. Schuppen bei Haustieren sind den Schuppen bei Menschen sehr ähnlich. Der einzige wesentliche Unterschied ist die Ursache.

Per Definition sind Schuppen abgestorbene Hautzellen. Wenn diese Zellen zu lange auf dem Fell und der Haut eines Hundes verbleiben, wird diese gereizt. Die Erkennung dieser Schuppen hängt von der Farbe der Haut und des Fells deines Hundes ab, was es für manche Besitzer etwas schwierig macht.

Ein weiterer heikler Aspekt ist, wo du die Schuppen deines Hundes bemerkest. Sind die Schuppen an einer Stelle oder auf der gesamten Haut und dem Fell deins Hundes? Wenn sie nur an einer Stelle auftreten, handelt es sich möglicherweise nur um eine vorübergehende Hautreizung. Ist allerdings letzteres der Fall solltest du in Erwägung ziehen, einen Tierarzt aufzusuchen.

Was verursacht Schuppen bei Hunden?

Da absterbende Zellen immer durch neue, gesunde ersetzt werden, haben Hunde einen Weg gefunden, diese schuppige Haut durch die Fellpflege loszuwerden. Hartnäckige Schuppen weisen in der Regel auf ein zugrunde liegendes Problem hin, das folgende Ursachen haben kann:

  • eine Entzündung der Haut
  • zu wenig Fellpflege
  • eine Hauterkrankung

Was sind also einige der chronischen Ursachen für Hundeschuppen? Nachfolgend listen wir einige davon auf:

Genetische Veranlagung

Wenn Menschen unter Schuppen aufgrund von Veranlagung leiden, dann ist das ein besonders unglücklicher Umstand und das ist bei Hunden nicht anders, da nicht wirklich etwas gegen die Ursache unternommen werden kann.

Seborrhoe

Seborrhoe ist ein medizinischer Zustand, der auftritt, wenn Baby-Hautzellen vor ihrer Zeit auf die Hautoberfläche des Hundes geschoben werden. Da die Zellen noch nicht vollständig entwickelt sind, ist die leimartige Substanz, die sie an Ort und Stelle halten soll, schwach. Dies führt dazu, dass diese jungen Hautzellen leicht schuppen und Schuppen bilden.

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Bei Hunden kann dieser Zustand auch mit einem fettigen Fell einhergehen, da die Drüsen versuchen, die schuppigen Hautzellen auszugleichen. Die Ursachen der Seborrhoe sind bis heute unbekannt, aber die Tatsache, dass eine bestimmte Hunderasse betroffen ist, deutet auf genetische Ursachen hin.

Die am häufigsten von Seborrhoe betroffenen Hunderassen sind:

  • West Highland White Terrier
  • Amerikanischer Cocker Spaniel
  • Dobermannpinscher
  • Englischer Springer Spaniel

Wandernde Schuppen

Meist bezieht man sich hier auf Cheyletiella-Milben und diese unterscheiden sich von normalen Schuppen. Diese äußeren Parasiten sind groß genug, um von den Augen auf dem Hundefell gesehen zu werden, und sehen aus wie weiße Hautschuppen, daher auch manchmal der Name „wandernde Schuppen“. Die Milben machen es sich auf der Haut des Hundes gemütlich, ernähren sich von ihr und legen sogar Eier auf ihr ab. Dies führt dazu, dass der Hund juckende Haut hat und sich allgemein unwohl fühlt.

Ernährungsprobleme

Die Haut deines Hundes braucht gewisse Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Da die meisten dieser Nährstoffe über die Ernährung des Hundes aufgenommen werden, kann eine falsche Ernährung die Ursache für Schuppen sein, wenn dein Hund nicht die richtigen Nährstoffe erhält.

Die Ernährung eines Hundes sollte einen hohen Anteil an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren enthalten, die eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Fell und Haut spielen und Schuppen oder trockenen Hautstellen vorbeugen. Eine Umstellung der Ernährung sollte jedoch nur auf Anraten des Tierarztes erfolgen, da du der Haut damit möglicherweise mehr schadest als nützt.

Hautentzündung

Bakterien und Pilze sind die Hauptursachen für Hautinfektionen. Diese Infektionen vermindern die Schutzfunktionen der Haut und machen sie anfällig für andere Gefahren wie Schuppen. Unabhängig davon, ob die Fellinfektion oder die Schuppenbildung zuerst auftrat, sind die richtigen Behandlungen erforderlich, um die Haut deines Hundes von ihrem schuppigen Zustand wieder in einen gesunden Zustand zu bringen.

Zugrundeliegende Erkrankung

Neben genetischen Bedingungen spielen auch Hormone eine große Rolle für die Gesundheit der Haut bei einem Hund. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), bei der die Schilddrüsen weniger aktiv sind, führt zu einer erheblichen Veränderung der Hautgesundheit des Hundes.

Andere häufige Ursachen sind eine Autoimmunerkrankung namens Pemphigus und das Cushing-Syndrom, das zu schuppiger Haut führen kann. Diese Erkrankungen führen ebenfalls zu einer Schwächung des Immunsystems und machen den Hund anfälliger für weitere Infektionen und Krankheiten.

Wie wird man Schuppen bei Hunden los?

Nachdem wir uns nun mit den Ursachen von Schuppen beschäftigt haben, wollen wir uns ansehen, wie man sie loswerden kann. Die meisten dieser Mittel wirken direkt auf die Ursachen ein, was die Verfolgung der Schuppen sehr viel einfacher macht. Je nach Schweregrad der Schuppen kann die Behandlung direkt zu Hause oder beim Tierarzt erfolgen.

Hier sind ein paar Hausmittel:

Fellpflege

Eine konsequente Pflege ist der sicherste Weg, um die Gesundheit der Haut zu erhalten und die Schuppenbildung bei Hunden in den Griff zu bekommen. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist deinen Hund regelmäßig zu bürsten und das Fell zu pflegen. Dadurch wird sichergestellt, dass überschüssiges Hautfett im gesamten Fell verteilt wird und dass abgestorbene Zellen und Haare entfernt werden. Zur allgemeinen Pflege empfiehlt es sich, das Fell einmal pro Woche zu bürsten. Bei einem Ausbruch von Schuppen ist es ratsam, den Hund täglich zu bürsten.

Du kannst deinen Hund auch mit ein wenig Wasser besprühen, das ist vor allem dann geeignet, wenn dein Hund besonders langes Fell hat. Dies kann mit Wasser oder einem speziellen Pflegespray für Hunde geschehen. Ein kurzer Besuch beim Tierarzt ist ratsam, um sicherzustellen, dass du die richtigen Pflegeverfahren und -geräte für deinen Hund verwendest.

Ergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel, die von dem Tierarzt deines Vertrauens empfohlen werden, könnten die Lösung sein, nach der du gesucht hast. Nahrungsergänzungsmittel mit Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren können die Gesundheit deines Hundes erheblich verbessern. Beachte, dass diese Nahrungsergänzungsmittel nicht so stark reguliert werden wie herkömmliche Medikamente, ziehe also in jedem Fall einen Veterinärmediziner zu Rate.

Mein Hund hat Schuppen: Wie oft sollte ich ihn baden?

Baden wird meist bei Seborrhoe und bakteriellen oder Pilzinfektionen empfohlen. Die Diagnose der Schuppenursache ist entscheidend dafür, welche spezifischen Produkte für das Bad verwendet werden sollten. Ein guter Tierarzt wird ein spezielles medizinisches Schuppenshampoo für diesen Zweck verschreiben. Es sollte ausreichen, einen Hund einmal pro Woche zu baden, solange die Schuppen bestehen.

Es ist wichtig, dass du deinen Hund nicht zu oft badest. Denn regelmäßiges Baden kann die Haut austrocknen und ihr ätherische Öle entziehen, was die aktuellen Symptome noch verschlimmert. Stelle außerdem sicher, dass das Hundefell von deinem Vierbeiner gründlich ausgespült wird.

Wann solltest du einen Tierarzt konsultieren?

Bei leichten Schuppen empfehlen wir diese Hausmittel. Wenn die Symptome jedoch anhalten, solltest du dringend einen Tierarzt aufsuchen:

  • Geruch auf der Haut
  • Gerötete, gereizte Haut
  • Haarausfall
  • Unwohlsein und andere Anzeichen von Krankheit
  • Juckreiz
  • Starke Schuppenbildung auf dem Fell

Die Diagnose hängt in hohem Maße von den genauen Symptomen deines Hundes ab. Bei einer körperlichen Untersuchung kann ein bisschen Haut abgeschabt werden, um nach verbreiteten Bakterien oder Parasiten zu suchen, die bakterielle und Pilzinfektionen sowie Schuppenbildung verursachen.

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Piet Hellemans, DVM
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Piet Hellemans, DVM, ist seit 2006 Tierarzt und arbeitet derzeit in und um Amsterdam. Er studierte an der Universiteit Utrecht und machte dort seinen Abschluss in Veterinärmedizin. Er arbeitet auch als tierärztlicher Berater und berät Unternehmen, Privatpersonen und Stiftungen bei der Förderung des Tierschutzes. Seit einigen Jahren ist er ein großer Befürworter von CBD bei Haustieren und schrieb bereits zahlreiche Artikel auf anderen Webseiten, in denen er die Vorzüge von CBD näher erläutert.

Piet ist ein Fürsprecher der Marke NatuPet und unterzieht unsere Inhalte einem Faktencheck, um sicherzustellen, dass wir unseren Lesern richtige und akkurate Informationen liefern.

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