Piet Hellemans

Faktencheck durch

Piet Hellemans, DVM
Tierarzt & Tierärztlicher Berater

Ja, Hunde erkälten sich, aber das ist nicht dasselbe wie bei Menschen. Erkältungen bei Hunden können von selbst wieder verschwinden, wenn das Immunsystem deines Hundes stark genug ist. Es ist jedoch ratsam, sich um deinen Hund genauso zu kümmern wie um einen Menschen, wenn du bemerkst, dass er krank ist. Die meisten Erkältungen sind harmlos, aber manche können auch ernsthafter sein. Bei anhaltenden Symptomen solltest du einen Tierarzt konsultieren.

Gelegentlich hört man, dass Erkältungen bei Hunden als Zwingerhusten oder Hundehusten bezeichnet werden. Die meisten Erkältungskrankheiten bei Hunden sind auf eine Kombination verschiedener Infektionserreger zurückzuführen.

Die meisten Erkältungskrankheiten bei Hunden sind nicht lebensbedrohlich, allerdings jedoch lästig. Jede Infektion, die eine Erkältung bei einem Hund verursacht, kann dazu führen, dass er schnieft und niest. Hinter einer Erkältung können sich aber auch ernstere Krankheiten verbergen.

Was genau ist eine Erkältung bei Hunden?

Erkältungen bei Hunden sind immer die Folge einer Vielzahl von Viren und Bakterien. Diese infektiösen Wesen gruppieren sich und verursachen ähnliche Symptome wie Schnupfen und Niesen. Einige dieser ansteckenden Lebewesen neigen dazu, ernster zu sein als andere. Deshalb musst du deinen Hund sofort behandeln, wenn du Erkältungssymptome feststellst.

Wie weiß ich, dass mein Vierbeiner eine Erkältung hat?

Die Symptome und Anzeichen für eine Erkältung beim Hund sind normalerweise leicht zu erkennen:

  • Wässrige Augen
  • Husten
  • Niesen
  • Nasenausfluss oder Blockade der Atemwege
  • Abgeschlagenheit
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Appetitlosigkeit
  • ggf. leichtes Fieber

Sollte dein Hund viele dieser Symptome aufweisen, dann solltest du ihn zum Tierarzt deines Vertrauens bringen.

Wie hört sich eine Erkältung bei Hunden an?

Wenn dein Hund hustet, kann es so klingen, als ob er versucht, etwas auszuhusten. Außerdem kannst du auf merkwürdige Geräusche aus dem Rachen deines Hundes achten. Denke daran, den Tierarzt rechtzeitig zu informieren, da diese Erkältungen für andere Hunde ansteckend sein können.

Kann sich ein Hund beim Menschen mit einer Erkältung anstecken?

Nein, Hunde können sich nicht bei Menschen anstecken. Diese Erkältungsviren sind artspezifisch; sie können also nicht von dir auf deinen Hund übertragen werden und umgekehrt. Wenn du erkältet bist, brauchst du dir also keine Sorgen machen, dass du deinen Hund anstecken könntest.

Eventuell ist es doch nicht nur eine Erkältung…

Dein Hund kann die oben genannten Symptome zeigen, aber es kann sich auch um andere Hundekrankheiten handeln. Zu diesen Krankheiten gehören:

  • Hundestaupe
  • Hundeallergien wie Heuschnupfen
  • Zwingerhusten

Hundestaupe

Hunde infizieren sich mit der Hundestaupe durch ein hoch ansteckendes Virus, das Paramyxovirus. Dieses Virus befällt vor allem Hunde, kann aber auch Graufüchse, Stinktiere, Waschbären, Frettchen und viele andere Tiere befallen. Die Erkrankung beeinträchtigt das Immunsystem, die Haut, die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt und das zentrale Nervensystem, und die Symptome können bereits 14 Tage nach der Exposition auftreten. Einige Symptome der Hundegrippe oder Staupe sind:

  • Fieber
  • Augenausfluss
  • Niesen
  • Abgeschlagenheit
  • Nasenausfluss
  • Husten
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Schmerzen
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Wunden auf der Haut
  • Lungenentzündung
  • Verdickung der Fuß- und Nasenballen

Außerdem stecken sich Hunde mit Erkältungen oder der Hundegrippe an, wenn sie mit anderen Wildtieren und Hunden mit dem Virus zusammen sind. Eine Impfung gegen dieses Virus ist eine der besten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass dein Hund sicher ist. Welpen und ältere Hunde, die nicht geimpft sind, sind anfälliger für Hundestaupe.

Hundeallergien

Hunde können Heuschnupfen oder Allergien haben, wenn sie Allergenen ausgesetzt sind. Diese Reaktionen können eine Weile dauern, bevor sie ihre Symptome zeigen. Wenn ein Hund an einer Allergie leidet, kann das Immunsystem weniger schnell reagieren und so den Körper schädigen. Zu den häufigsten Symptomen von Hundeallergien gehören:

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Allergien sind bei Hunden aller Rassen und Herkünfte verbreitet. Die meisten davon treten auf, wenn dein Hund ca. sechs Monate alt ist, während die Auswirkungen bereits im Alter von ein bis zwei Jahren ernsthaft werden können. Die häufigsten Allergieauslöser bei Hunden sind Pflanzen, Schimmelpilzsporen, Pollen, Hausstaubmilben und Insektenproteine.

Zwingerhusten

Zwingerhusten bei Hunden hat – genau wie Erkältungen beim Menschen – mehrere Ursachen. Du weißt, dass dein Hund Zwingerhusten hat, wenn er ständig Geräusche macht, die darauf hindeuten, dass er sich verschluckt. Dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, auch wenn es sich schrecklich anhören mag. Die meisten Hunde erholen sich von dem Husten ohne Behandlung. Zu den häufigsten Symptomen des Hustens gehören:

  • Heftiger, anhaltender Husten
  • Niesen
  • Augenausfluss
  • Laufende Nase
  • Appetitlosigkeit

Es gibt einige Faktoren, die dazu führen können, dass dein Hund den Husten bekommt, dazu gehören:

  • Reisebedingter Stress
  • Exposition durch Zigarettenrauch oder Staub
  • kalte Temperaturen
  • Aufenthalt in überfüllten Gebieten

Gehen Erkältungen bei Hunden von alleine weg?

Wenn das Immunsystem deines Hundes stark genug ist, ist es möglich, dass eine leichte Erkältung von selbst wieder verschwindet. Dennoch musst du dich um deinen Hund kümmern, damit er wieder gesund wird.

Erkältung eines Hundes zuhause behandeln

Solange dein Hund normal frisst, atmet und trinkt, kannst du die Erkältung von zuhause aus behandeln. Um die Erkältung zuhause richtig in den Griff zu bekommen, kannst du dem Futter Flüssigkeiten wie Rindfleisch und natriumarme Hühnerbrühe beizufügen. Die Flüssigkeitszufuhr ist bei Hunden genauso wichtig wie bei Menschen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Wasserhaushalt deines Hundes auf einem gesunden Level bleibt.

Außerdem solltest du deinem Hund immer sauberes, frisches Wasser bereitstellen. Falls der Geruchssinn deines Hundes beeinträchtigt ist, dann füttere ihn mit einem stark riechenden Futter, um ihn so zum Fressen anzuregen, so zum Beispiel kannst du Thunfischsaft in das Futter deines Hundes geben. Ebenfalls eine Möglichkeit wäre, deinen Hund mit ins Badezimmer zu nehmen, wenn du eine heiße Dusche nimmst.

Der Dampf aus der Dusche kann helfen, die Nebenhöhlen des Hundes zu befreien. Außerdem kann dies dazu beitragen, die vorhandene Verstopfung zu lockern. Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, solltest du ebenfalls in Erwägung ziehen, von einem Halsband zu einem Hundegeschirr zu wechseln. Wenn dein Hund erkältet ist, kann das Halsband die Luftröhre reizen. Außerdem kann das Geschirr dazu beitragen, den Hund ruhig zu halten und so weitere Schäden und Reizungen an Lunge und Luftröhre zu vermeiden.

Um zu gewährleisten, dass dein Hund schneller wieder gesund wird solltest du zudem darauf achten, dass er nicht zu viel herumrennt und sich überanstrengt. Achte immer auf andere Hunde, um sicherzustellen, dass diese sich nicht anstecken oder eine Neuinfektion verursachen. Bei starkem Nasenausfluss kannst du deinem Hund auch ab und an die Schnupfnase säubern. Eine warme Kompresse kann helfen, den getrockneten Ausfluss aufzuweichen.

Einige Hunderassen sind im Winter besonders anfällig für Erkältungen. Ziehe deinem Hund daher beim Spaziergang schützende Kleidung an, z. B. einen Hundepullover.

Behandlung der Erkältung deines Hundes durch einen Tierarzt

Wenn du die Erkältung deines Hundes schnell loswerden willst, dann kannst du professionelle Hilfe von einem Tierarzt in Anspruch nehmen. So lassen sich schwerwiegende Infektionen und Ursachen für die Erkältung ausschließen. Außerdem führt der Tierarzt Tests durch, um festzustellen, ob der Hund eine ernsthafte Erkrankung hat. Zu den üblichen Tests gehören das Abhören von Lunge und Herz, Blutuntersuchungen, Kotanalysen und Röntgenaufnahmen.

Diese Tests helfen dabei, die Ursache für die Erkältung des Hundes herauszufinden und dem Tierarzt mitzuteilen, welcher Behandlungsplan für Ihren Hund am besten geeignet ist. Die Behandlung hängt immer von der Ursache der Erkältung ab. In den meisten Fällen verschwindet ein leichter Hundeschnupfen von selbst. Bei Infektionen wie Zwingerhusten ist jedoch ein Behandlungsprotokoll erforderlich, das Flüssigkeit, Hustenstiller, Antibiotika und Ruhe beinhaltet.

So kannst du vermeiden, dass dein Hund eine Erkältung bekommt

Leider gibt es keine Impfstoffe gegen die gewöhnliche Hundegrippe. Das liegt an der breiten Palette von Viren, die Erkältungssymptome bei Hunden hervorrufen können. Dein Hund kann jedoch gegen andere Erkältungskrankheiten wie Staupe, Zwingerhusten, Hundekälte oder Influenza geimpft werden. Diese Impfungen tragen dazu bei, das Risiko einer Ansteckung des Hundes mit der Krankheit zu minimieren.

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David ist unser Experte für alles, was mit CBD und Ihren vierbeinigen Freunden zu tun hat. Tiere brauchen oft besondere Aufmerksamkeit und Pflege und das ist Davids Spezialität. Er ist allgemein ein Experte im Bereich CBD, also was auch immer Ihre Frage ist, David hilft Ihnen gerne weiter.

Piet Hellemans, DVM
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Piet Hellemans, DVM, ist seit 2006 Tierarzt und arbeitet derzeit in und um Amsterdam. Er studierte an der Universiteit Utrecht und machte dort seinen Abschluss in Veterinärmedizin. Er arbeitet auch als tierärztlicher Berater und berät Unternehmen, Privatpersonen und Stiftungen bei der Förderung des Tierschutzes. Seit einigen Jahren ist er ein großer Befürworter von CBD bei Haustieren und schrieb bereits zahlreiche Artikel auf anderen Webseiten, in denen er die Vorzüge von CBD näher erläutert.

Piet ist ein Fürsprecher der Marke NatuPet und unterzieht unsere Inhalte einem Faktencheck, um sicherzustellen, dass wir unseren Lesern richtige und akkurate Informationen liefern.

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