CBD für Pferde

CBD für Pferde beginnt vielversprechende Aussichten zu zeigen – zum einen aus der Sicht des Marktwachstumspotenzials und zum anderen durch Veterinärmediziner, Pferdeexperten, -pfleger und -trainer.

Die 500 kg schweren Tiere haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25-30 Jahren.

Doch leider werden Leistungspferde bereits im Alter von zwei Jahren im Rennsport eingesetzt. Wenn man sich die Zahlen der Pferde ansieht, die auf der Rennstrecke getötet werden, häufig wegen katastrophaler Verletzungen der vorderen Gliedmaßen, Herzproblemen, Blutungen, Schmerzen und einer Reihe anderer Gründe, ist das ziemlich beängstigend.

Die Gesundheit und das Wohlbefinden dieser schönen Tiere sicherzustellen, ist also eine ziemliche Herausforderung. Lass uns weiter darauf eingehen.

Neben Sicherheitsprofil, der Dosierung, Verabreichungsformen und Nachwirkungen möchte dieser Artikel unterstützende Informationen zu Fragen rund um den Anwendungsbereich von CBD bei Pferden bieten.

Woran leiden Pferde normalerweise?

Laut einer Umfrage aus dem Jahre 2019/ 2020 gibt es ca. 600.000 Haushalte in Deutschland, die ein Pferd besitzen. Das ist eine ziemlich beeindruckende Zahl, findest du nicht auch?

Pferde sind familienorientierte Tiere, die subtile menschliche Emotionen lesen können. Dies könnte vielleicht auch der Grund sein, weshalb diese vor mehreren tausenden Jahren gezähmt wurden.

Pferde können das menschliche Herz beeinflussen, und die Forschung belegt diese Theorie. „Ein Anstieg der Herzfrequenz eines Menschen beeinflusst die Herzfrequenz des Pferdes, das dieser reitet oder führt.” 

Deshalb gehen Pferdesportler sehr umsichtig mit der Gesundheit deines Pferdes um.

  • Bedürfnis nach emotionaler und physischer Zuneigung
  • Bedarf eines verbesserten Pferdemanagements
  • Eine ausgewogene Ernährung, die auf die emotionalen und physischen Bedürfnisse bei Pferden eingeht

Pferde sind zudem anfällig für viele Gesundheitsprobleme. Diese kann man kurz wie folgt zusammenfassen:

Schmerzen und Entzündungen

Eine Studie ist dabei besonders erwähnenswert. Diese besagt, dass Pferde eine eigene Schmerzunterdrückungsreaktion haben, auch unter dem Namen ‘stressinduzierte Analgesie’ bekannt. Wenn ein Rennpferd während eines Rennens eine Beinverletzung erleidet, galoppiert es trotzdem weiter.

In solchen Fällen müssen Pferdebesitzer oder -pfleger das Verhalten des Pferdes beurteilen und alle Anzeichen von Schmerzen täglich notieren.

Achte auf Anzeichen wie Lahmen, Unruhe und Absenken des Kopfes. Neben diesen Anzeichen kann es auch zu Zähneknirschen, Nüsternweitung, Störrigkeit, Tritte gegen den Unterleib, Verhaltensauffälligkeiten, Fluchtverhalten etc. kommen.

Allodynie:

Laut IASP ist Allodynie „eine Art von Schmerz, die durch einen Reiz ausgelöst wird, der unter normalen Umständen keine Schmerzen bereiten würde.”

Zum Beispiel würde schon die sanfte Berührung einer Feder Schmerzen verursachen.

Angst und Stress:

Veränderung des sozialen Verhaltens, Essens-, Trink- und Schlafgewohnheiten.

Schmerzen und Steifheit:

Dies steht wiederum im Zusammenhang mit Schmerzen aufgrund von Muskelaktivität. Steifheit in den Beinen entweder nach einem Rennen oder Training könnte zu Entzündungen oder Schmerzen führen.

Allgemeine Gesundheit:

Neben diesen allgemeinen Ergebnissen könnte das Führen eines Tagebuchs über alle Beobachtungen deines Pferdes bei der Auswahl eines geeigneten CBD Produkts für dein Pferd sehr hilfreich sein. Vergiss nicht, Besuche beim Tierarzt und dessen Empfehlungen ebenfalls zu notieren.

Was ist das Endocannabinoidsystem?

Endocannabinoide, Rezeptoren und Enzyme zusammen ergeben das Endocannabinoidsystem (ECS).

Endocannabinoide sind Moleküle, die natürlich (endogen) im menschlichen/ tierischen Körper produziert werden. Diese sind den Cannabinoiden in der Cannabispflanze ähnlich.

Die Rezeptoren sind im Nerven- und Immunsystem vorhanden und Enzyme sind Substanzen, die die Geschwindigkeit regulieren, mit der chemische Reaktionen im Körper ablaufen. 

Deshalb ist die Hauptfunktion des ECS die Homöostase aufrecht zu erhalten, durch die Kontrolle und Aufrechterhaltung des Immunsystems, neurologischer Systeme und anderer Organe. Dieses Gleichgewicht erhält das ECS aufrecht, indem es seine Interaktionen mit den biologischen Prozessen des Körpers mit Hilfe von Rezeptoren und chemischen Reaktionen reguliert. Das ist wichtig für Schlaf, Stimmung, Gedächtnisvermögen, Lernprozesse, Stress, Appetit, Stoffwechsel, Fortpflanzung etc.

Jede Art von Ungleichgewicht in diesem natürlichen Prozess führt zu Krankheiten mit bestimmten Beschwerden. Dann ist das ECS nicht mehr in der Lage, ausreichend Cannabinoide zu produzieren, um dem Ungleichgewicht standzuhalten. CBD gleicht aus und stimuliert das ECS, mehr Cannabinoide zu produzieren.

Des Weiteren zeigen Studien, dass Cannabinoide mit dem ECS auf verschiedenen Wegen interagieren, und dabei die Rezeptoren im zentralen Nervensystem und im Immunsystem stimulieren. Kurz gesagt wird also die therapeutische Wirkung erst durch das ECS aktiviert.

Ist CBD sicher für die Anwendung bei Pferden?

Zuallererst muss gesagt werden, dass CBD nicht die Leistung verbessert. Drogen- und Dopingtests verbieten die Verabreichung von Cannabinoiden während eines Rennens. Wenn du deinem Pferd also CBD für eine verbesserte Leistungsfähigkeit verabreichen willst, dann ersparen wir dir die Enttäuschung… und die rechtlichen Schwierigkeiten.

CBD selbst ist nicht psychoaktiv, d.h. dass dein Pferd nicht in einen Rauschzustand versetzt wird.

CBD kann allerdings mit anderen Medikamenten oder Futtermittel wechselwirken, du solltest also den Tierarzt deines Vertrauens konsultieren, bevor du deinem Pferd CBD verabreichst.

Andere Aspekte, die man berücksichtigen sollte:

  • Vermeide die Verabreichung von CBD, wenn dein Pferd trächtig ist
  • Plasmaspiegel nach oraler Verabreichung von CBD unterscheiden sich bei Menschen und Tieren
  • Beobachte Veränderungen bei Futteraufnahme und Gewicht

Es ist wichtig anzumerken, dass das Wirkungspotenzial von CBD auf Pferde aufgrund der geringen Stichprobengröße in den bisher durchgeführten experimentellen Studien weniger klar ist.

Insgesamt sind Pferde sehr anpassungsfähige Tiere, die in verschiedenen Umgebungen überleben können, sie haben also eine komplexe Anatomie. Daher gibt es keine Berichte über die Nebenwirkungen der Verwendung von CBD bei Pferden. Anekdotische Reaktionen von Besitzern und Pflegern sind sehr positiv.

Dosierungsleitfaden: Wie viel CBD sollte ich meinem Pferd geben?

Wenn du in dem Glauben bist, dass es eine unfehlbare Dosierungsanleitung für dein Pferd gibt, dann müssen wir dich leider enttäuschen. Warum?

Es gibt derzeit keine standardisierte CBD Dosierungstabelle, die von irgendeiner Aufsichtsbehörde autorisiert ist. Es gibt auch immer noch Einschränkungen in der Forschung zu den Wirkungen und Verabreichungswegen.

Hier also die Daumenregel: Konsultiere einen Veterinärmediziner bevor du mit der Verabreichung von CBD beginnst. Finde außerdem das Gewicht deines Pferdes heraus. Beginne mit einer geringen Dosis und beobachte mögliche Veränderungen über einen gewissen Zeitraum, vor allem auch Veränderungen emotionaler und physiologischer Natur. Schließlich kannst du die Dosis in kleinen, sicheren Schritten erhöhen.

Ein Beispiel wäre 0,5 mg pro Kilo. Einem Pferd, das ca. 450 kg wiegt, könnten also 225 mg CBD täglich verabreicht werden.

Auch die Art der Verabreichung spielt eine Rolle, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. 

Berechnung der Dosierung von CBD Öl bei Pferden

Die Berechnung für die genaue Dosierung hängt von der Größe des Pferdes ab. Die Dosierungsanforderung für bestmögliche Ergebnisse könnte also, je nach Größe des Pferdes, schwanken.

Gängige CBD Produkte sind nach den länderspezifischen Anforderungen gekennzeichnet, das heißt, dass der CBD Gehalt pro Tropfen angegeben sein sollte.

Auch der Gesamtinhalt an CBD (mg), die Nettofüllmenge und der CBD Gehalt pro Dosis sollten deutlich auf dem Produktetikett ersichtlich sein.

Teile den Gesamtinhalt an CBD durch die Nettofüllmenge, dann erhältst du den CBD Gehalt pro Dosis.

In einem 30 ml Öl mit 250 mg CBD-Anteil würde 1 ml 8,33 mg CBD enthalten.

Für die orale/sublinguale Verabreichung kannst du eine Pipette oder Spritze verwenden. Dabei eignet sich Plastik besser als Glas.

Im Allgemeinen ist ein Abstand von 6-8 Stunden zwischen den einzelnen Dosierungen ratsam. Bei chronischen Erkrankungen solltest du jedoch den Tierarzt deines Vertrauens um Rat fragen. Die Anzahl der Tropfen pro Dosis pro Tag hängt von der Potenz des CBD Öls ab, das du für dein Pferd wählen möchtest. 

Wie verabreiche ich meinem Pferd CBD?

CBD kann Pferden in Formen von

  • CBD Ölen
  • CBD Tinkturen
  • CBD Balsam und Salben
  • CBD Pellets
  • CBD Kapseln
  • CBD Pasten

verabreicht werden.

Diese CBD Produkte sollten eindeutig die Menge an CBD enthalten, zusammen mit Dosierungsanweisungen, die die Dosis pro Portion erwähnen.

Auf der anderen Seite können CBD Öle oder Tinkturen sublingual eingenommen werden, indem die CBD Dosis mit Hilfe einer Pipette oder Spritze unter die Zunge gegeben wird. Du kannst diese Präparate auch unter Futter oder auf Leckerbissen geben. Alternativ kannst du die Produkte auch direkt auf das Zahnfleisch geben und dort einreiben.

Wie stellt man Pferdeleckerchen mit CBD her?

Wenn du deinem Pferd ein selbstgemachtes CBD Leckerchen geben willst, dann bist du hier genau richtig. So kannst du das Lieblingsfutter deines Pferdes mit CBD zu einem leckeren Snack kombinieren, dem dein Pferd sicherlich nicht widerstehen kann.

Für selbstgemachte Pferdeleckerlis mit CBD benötigst du:

  • 1 großen Apfel
  • 1 gehackte Karotte
  • ½ Tasse Haferflocken
  • ¼ Tasse Honig
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Salz
  • Einige Tropfen CBD Öl für Pferde
  • Schneide den Apfel in große Stücke.

Mische Honig, Zucker, Salz und das CBD-Öl für Pferde in einer Schale.

Vermische in einer zweiten Schale die Haferflocken und Karotten.

Jetzt überziehe jedes Apfelstück mit der Honig-Mischung und rolle es dann in die Haferflocken-Karotten-Mischung.

Gebe die fertigen Leckerchen in eine verschließbare Dose und kühle diese für eine Stunde.

Sprich mit dem Tierarzt deines Vertrauens bevor du deinem Pferd CBD gibst

Als allgemeine Daumenregel gilt, dass du dich ausreichend informieren solltest, bevor du etwas Neues für dein Pferd ausprobierst, das kann CBD oder jedes andere neue Futtermittel sein.

Dein Tierarzt sollte ein Experte auf dem Gebiet von CBD und der Erkrankung deines Pferdes im Besonderen sein. 

Sprich mit dem Tierarzt deine Vertrauens darüber, warum du CBD verwenden möchtest und welche Ergebnisse du dir davon erwartest. Dies wird sehr hilfreich sein, um eine Dosierungskurve, die erforderliche Potenz, die erwarteten Ergebnisse, eventuelle Risiken und vor allem den Umgang mit Pferden bei der Verabreichung von CBD zu erstellen.